Roberta-Teacher Mario Mahl: „Dem Roboter eine Persönlichkeit geben“

Nach einem Jahr hat sich die Zahl der Teilnehmerinnen bald vervierfacht – Roberta-Teacher Mario Mahl kann sich über den Erfolg seines Freifachs „Roberta“ freuen. Im vergangenen Schuljahr hat die NMS Institut St. Josef in Feldkirch Österreich das Fach erstmals für die 2. Klasse (6. Schulstufe) angeboten. Die Gestaltung orientiert sich am Roberta-Konzept des Fraunhofer IAIS. Jetzt berichtet Mahl vom Erfolg des Kurses, gibt Tipps und teilt 3 Unterrichtsaufgaben mit Roboter-Teachern.

„Bei wöchentlichen Treffen lernten die Mädchen zunächst den Einsatz von Robotern im Alltag kennen. Später  bauten sie den „Standardroboter“ und erlernten die Grundlagen der Lego-Programmierung. Wichtig war, dass ihr Roboter auch eine Persönlichkeit bekam. Sie gaben ihnen Namen wie Friedolin oder Henriette und gestalteten den Roboter später noch nach persönlichen Vorstellungen. 

Bei der ersten Roboter Life Challenge der HTL Bregenz im Juli belegte eines unserer zwei Roberta-Teams den ersten Platz. Auch an der First Lego League in der HTL-Begrenz machten fünf unserer Schülerinnen mit.

Beim ersten Durchgang im Freifach Roberta meldeten sich elf Mädchen an. Jetzt haben sich, nach Vorstellung der Roboter in den ersten Klassen, über 40 Mädchen angemeldet – fast zwei Drittel des Jahrgangs.“

Drei fachübergreifende Aufgaben für den Unterricht

Roberta-Teacher Mario Mahl setzt bei den Aufgaben, die sich teils an der Roberta-Schulung orientieren, teils von den Mädchen erweitert werden, auf fachübergreifende Konzepte: Die Roboter sollen z.B. Situationen aus der Natur nachahmen. Dabei berücksichtigt Mahl das verstärkte  Interesse von Mädchen an Biologie. 

Mit Bienen, Motten oder Haien lassen sich spannende Programme entwickeln, nebenbei lernen die Schülerinnen spielerisch und selbständig die unterschiedlichen Möglichkeiten der Programmierung (Schleifen, Schalter,…) und der Sensoren kennen.

1. Fahrübung: Im Bienenstock muss der Roboter als Biene den Weg in die Wabe finden. Tipp: Ein Bienenkostüm wie z.B. Flügel aus Papier oder LEGO-Fühler gibt dem Roboter eine personalisierte Optik.

2. Die Motte: Im abgedunkelten Klassenraum wird der Roboter zur Motte. Dabei nutzt er den Lichtsensor um etwa dem Licht einer Taschenlampe zu folgen.

3. Auf der Insel: Der Roboter strandet auf einer einsamen Insel (dargestellt durch einen dunklen Kreis). Er darf sich frei darauf bewegen, aber die Insel bloß nicht verlassen. Denn im Meer warten Haie. Der Lichtsensor ist überlebenswichtig. Tipp: Die Schüler dürfen Insel und Umgebung selbst auf eine großformatige, weiße Oberfläche malen und gestalten.